07. August 2013  |  Medienmitteilung

Internationale Empfehlungen für die Behandlung von Hepatitis C unter Drogenkonsumierenden

Die führende medizinische Fachzeitschrift CID Clinical Infectious Diseases veröffentlicht erstmalig internationale Empfehlungen für die Behandlung von Hepatitis C bei Drogenkonsumierenden. Sie sollen den einzelnen Nationen als Grundlage für dringend nötige nationale Hepatitis-C-Empfehlungen und -Strategien dienen – auch der Schweiz.

Drogenkonsumierende weltweit medizinisch unterversorgt

Drogenkonsumierende sind durch die hohe Ansteckungsgefahr bei Blutkontakt (höher als bei HIV) höchst ansteckungsgefährdet und verbreiten unbehandelt das Virus weiter. Gleichzeitig sind Menschen, die Drogen konsumieren, weltweit medizinisch unterversorgt, auch und vor allem was Hepatitis C betrifft – auch bei uns in der Schweiz.

Therapie hat dieselben Erfolgsaussichten wie bei nicht Konsumierenden

Eine Hepatitis-C-Therpaie hat unter den richtigen Bedingungen gleich grosse Erfolgsaussichten wie bei nicht Konsumierenden. Kriminalisierung und Stigmatisierung des Drogenkonsums und Vorurteile verhindern jedoch oft eine Behandlung und leisten dadurch der viralen Zeitbombe Vorschub. Über lange Zeit asymptomatisch, wird Hepatitis C nämlich oft erst erkannt, wenn eine irreversible Leberschädigung stattgefunden hat und die Behandlung enormes Leiden und hohe Kosten verursacht.

Auf Initiative von INHSU

Die Empfehlungen wurden auf Anregung hin von und in Zusammenarbeit mit INHSU erarbeitet, dem von der Arud ins Leben gerufenen internationalen Hepatitis-C-Expertennetzwerk.

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